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Spätburgunder
Unter den Rotweinen nimmt der Blaue
Spätburgunder den gleichen Rang ein, wie
der Riesling unter den Weißweinen. Da
diese Rebsorte steilere Hanglagen
bevorzugt, ist die Anbaufläche noch
stärker begrenzt als beim Riesling.
Insgesamt liegt sie bei 160 Hektar, die
sich großteils auf die Gegend um
Assmannshausen und Lorch, wo also unsere
Rotweine wachsen, konzentrieren.
Hier,
der Rhein biegt gerade wieder nach
Norden ab und muß den westlichen Teil
des Taunus tief durchschneiden, findet
der Blaue Spätburgunder ideale
Wachstumsbedingungen. Durchweg
verwitterte Schieferböden in südlicher
Steillage, die bei Hangneigung
bis zu 60 Grad auch noch die letzten
Sonnenstrahlen einfangen.
Zusammen mit dem - wie beim Riesling -
niedrigen Alkoholgehalt macht dies den
Unterschied zum beispielsweise
französischen Roten Burgunder besonders
deutlich:
Während diese Weine fülliger
wirken (weniger Säure, mehr Alkohol und
Gerbstoffe), sind unsere Roten leicht
und erfrischend. Sie passen also, wie
die Rieslinge, sehr gut in unsere Zeit.
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